Information

Voraussetzungen für die Aufnahme sind:

  • die Freiwilligkeit der Entscheidung der Jugendlichen
  • die Kooperationsbereitschaft hinsichtlich der Entwicklung eines persönlichen Planes der Verselbstständigung (Zielformulierung, Zwischenziele)
  • Beschulbarkeit
  • Die Familien müssen den Unterstützungscharakter der Unterbringung erkennen und mittragen. Meist bestehen starke Scham- und Schuldgefühle und eigene Beeinträchtigungen, die dies erschweren/ behindern.
  • Gesundheitliche Eignung, d.h. keine stationären Maßnahmen im Gesundheitsbereich sind anstelle einer Aufnahme in die WG indiziert.
  • Bereitschaft die Regeln der Einrichtung einzuhalten.

Vorgespräche finden immer mit dem benannten Vertreter des Jugendamts, den betroffenen und dessen Angehörigen in der Wohngruppe statt.

Im Rahmen des jeweils gültigen Hilfeplanverfahrens erfolgt ein persönliches Kennenlernen zwischen Hilfesuchender und den Betreuerinnen. Bei dieser Sitzung können alle, die nach § 36 Abs. 2 SGB-VIII zu beteiligende Personen sind, teilnehmen. In diesem Rahmen erfolgen die Klärung der aktuellen Situation, der Austausch von Erwartungen und Bedenken, die Vorstellung der Einrichtung und der Personen sowie die Besprechung der Rückkehroption des  Kindes, der Jugendlichen, der jungen Erwachsenen in die Familie. Hier finden Vorabsprachen mit den Kostenträgern und eine feste Terminierung zum weiteren Vorgehen statt. Es können Sondervereinbarungen, wie z.B. ein 4-wöchiges Probewohnen, vereinbart werden. In der Regel soll das Aufnahmeverfahren mit dem Hilfeplan abgestimmt und innerhalb von 6 Wochen abgeschlossen werden.

In angemessenen Zeiträumen finden nach den Vorgaben der Hilfeplanung weitere Sitzungen mit dem oben genannten Personenkreis statt, in der die Zeit des Aufenthaltes reflektiert, der weitere Verbleib kritisch geprüft, weitere Maßnahmen vereinbart und ein neuer Termin festgelegt wird.

Die im Hilfeplan festgelegten Ziele sind für die Entlassung aus der Wohngemeinschaft maßgeblich. Sie reflektieren den Grad der Selbständigkeit und die Fähigkeit zur Übernahme von Eigenverantwortlichkeit der Bewohner. Angestrebt wird eine direkte Entlassung in die Selbständigkeit mit einer eigenen Wohnung oder eine Rückkehr in die Familie. Eine Nachbetreuung wird als Leistung vorgehalten. Bei anstehender Verselbständigung wird durch die Einrichtung, der Einzug in eine Verselbständigungs-Wohngemeinschaft oder eigene Wohnung mit paralleler ambulanter Einzelbetreuung im Rahmen von Fachleistungsstunden angeboten.

Der Aufenthalt in der Wohngruppe endet auch, wenn die Bewohnerin eine weitere Betreuung ablehnt oder krankheitsbedingte oder disziplinarische Gründe gegen einen weiteren Verbleib in der Einrichtung sprechen.

Ausschlüsse:

  • Fehlender Integrationsfähigkeit in der Gruppe bei akuter Eigen- oder Fremdgefährdung
  • Akute psychotische Zustände, sowie Störungen, die nur im Rahmen einer kinder- jugendpsychiatrischer Klinik behandelt werden können
  • Mangelnder Bereitschaft zur Mitwirkung
  • Akute Alkohol- oder Drogensucht